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Edelsteine

Über uns

Wir verkaufen Edelsteine, die zu deutschen Sagenorten gehören. Damit das etwas wert ist, muss man wissen, was daran alt ist und was von uns.

Zwei Schichten, immer getrennt

Auf jeder Ortsseite stehen zwei Kästen nebeneinander. Der eine heißtÜberlieferung. Was dort steht, ist belegt und wird unten auf der Seite mit Werk, Autor, Jahr und Fundstelle nachgewiesen, meist aus gemeinfreien Sagensammlungen des 19. Jahrhunderts, die im Volltext frei im Netz stehen. Wer will, kann alles nachschlagen.

Der andere Kasten heißt Unsere Lesart und ist orange abgesetzt. Was dort steht, haben wir uns ausgedacht. Es ist Dichtung, und wir geben sie nirgends als alte Sage aus.

Wo eine Geschichte nur mündlich kursiert und sich in keiner Sammlung findet, schreiben wir das hin, statt eine Quelle zu erfinden. Und wo uns eine Zuordnung naheliegend, aber unbelegt erscheint, lassen wir sie weg. An der Hohen Acht etwa wäre es reizvoll, die Wilde Jagd über den höchsten Kamm der Eifel ziehen zu lassen. Nur steht das nirgends. Also steht es auch bei uns nicht.

Woher die Steine kommen

Aus dem Mineralienhandel. Der Rauchquarz wächst in Brasilien, der Bergkristall in Arkansas, der Mondstein in Sri Lanka. Auf jeder Produktseite steht die geologische Herkunft neben dem Ort, an dem wir den Stein geladen haben, weil das zwei verschiedene Dinge sind.

Kein Stein in unserem Katalog ist an dem Ort gewachsen, dessen Geschichte er trägt. Das wäre auch schwierig: In einem Maar wächst kein Quarz.

Was ein Stein nicht tut

Er heilt nicht, er lindert nicht, er schützt nicht und er wirkt nicht. Wir schreiben das so deutlich hin, weil das halbe Segment etwas anderes behauptet und weil solche Aussagen in Deutschland aus guten Gründen unzulässig sind.

Was ein Stein tut: Er liegt in der Tasche. Man greift hin und erinnert sich an etwas, das man sich vorgenommen hat. Dafür braucht es keine besondere Kraft, sondern einen Gegenstand mit einer Geschichte, an die man sich gern erinnert.

Die Ladung

Jeder Stein wird an seinem Ort in einem festen Mondfenster hingelegt: am Ufer, am Gipfel, zwischen den Fundamenten. Wann das jeweils war und wann es das nächste Mal geschieht, steht auf jeder Produktseite. Jede Mondphase ist eine eigene Edition mit fester Stückzahl.

Ob dabei etwas in den Stein übergeht, wissen wir nicht und behaupten es nicht. Wir wissen, dass er wirklich dort gelegen hat.